Würden Sie auch gerne joggen oder meditieren, schwimmen oder zumindest spazierengehen, am liebsten sogar regelmäßig? Geht es Ihnen am Ende des Tages aber auch so, dass Sie keine Energie dafür übrig haben, obwohl Sie wissen, wie wichtig es Ihnen eigentlich ist und wie gut es Ihrer Gesundheit täte?

Dann lesen Sie weiter und nutzen Sie die folgende leichte und kurze Übung, um Ihre Prioritäten zu überprüfen.

1. Erstellen Sie eine Liste. Schreiben Sie darauf alle Ihnen momentan wichtigen Aktivitäten. Schreiben Sie alles auf, was Ihnen in den Sinn kommt. Ja, auch Ihre Neujahr-Liste.

Beispiel:

  • 2x wöchentlich mind. 5km laufen
  • spazierengehen am Abend
  • einen Fachartikel pro Tag lesen
  • mit dem Fahrrad zur Arbeit
  • mittwochs kicken gehen
  • Super-/Intervention mit Ausbildungsgruppe
  • am Wochenende gemütlich Roman (weiter)lesen, z.B. im Café
  • nur 1x in der Woche Fleisch essen
  • Oma 1x die Woche anrufen

 

2.  Vergeben Sie Punkte. Schreiben Sie vor jede der Tätigkeiten eine Zahl von 1-10 oder vergeben Sie insgesamt 100%, damit am Ende nicht hinter jeder Aktivität eine 10 steht. Sie werden sehen, dass Ihnen nicht alles gleich wichtig ist, denn das wäre unrealistisch, oder?

Beispiel:

  • (6) 2x wöchentlich mind. 5km laufen
  • (4) spazierengehen am Abend
  • (7) einen Fachartikel pro Tag lesen
  • (6) mit dem Fahrrad zur Arbeit
  • (8) mittwochs kicken gehen
oder…
  • (20%) Super-/Intervention mit Ausbildungsgruppe
  • (25%) am Wochenende gemütlich Roman (weiter)lesen, z.B. im Café
  • nur 1x in der Woche Fleisch essen
  • (30%) Oma 1x die Woche anrufen

 

3. Streichen Sie weg. Überprüfen Sie, was Ihnen wirklich wichtig ist und vor allem warum. Welche Tätigkeiten möchten Sie machen, weil es Ihnen warm wird um’s Herz und weil Sie wirklich wollen? Welche Aktivitäten halten Sie dagegen nur davon ab, sich auf die für Sie wirklich wichtigen zu fokussieren und konsequent an ihnen dran zu bleiben? Streichen Sie letztere weg.

Radikal.

Beispiel:

  • (6) 2x wöchentlich mind. 5km laufen (vielleicht erst einmal klein anfangen)
  • (4) spazierengehen am Abend (lieber zu Fuß zum Bahnhof anstatt mit dem Bus)
  • (7) einen Fachartikel pro Tag lesen (großer Mehrwert für Job, auf dem neusten Stand im Fach bleiben, immer Thema für Smalltalk)
  • (6) mit dem Fahrrad zur Arbeit (zu viele Ausreden: Wetter, Fahrrad kaputt, im Sommer durchgeschwitzt zur Arbeit kommen; außerdem würde ich das nur machen, weil die Kollegen auch radeln)
  • (8) am Wochenende gemütlich Roman (weiter)lesen, z.B. im Café (runterkommen, Zeit nehmen für Erholung, Fantasie beflügeln; Termin setzen, sonst fällt es immer hinten runter)
  • (8) mittwochs kicken gehen (nicht so langweilig wie Laufen; Freunde gleichzeitig treffen)

4. Wiedervorlage – Änderungen sind möglich. Haben Sie keine Angst, dass Sie nun etwas in Stein gemeißelt haben. Prioritäten können sich ändern, neue Aktivitäten können Ihnen in den Sinn kommen, andere wegfallen. Nehmen Sie sich Ihre Liste einmal die Woche vor (z.B. Sonntagmorgen) und schauen Sie, was in Ihnen noch anklingt und bei welchen Tätigkeiten Sie doch halbherziger sind als gedacht.

 

Und, was streichen Sie schon heute von Ihrem vollen Programm?

Was ist mir wirklich wichtig?

von Michael Tomoff Lesezeit: 2 min
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