Die Horrorfilm-Frage

Werkzeug für Teams

Die Horrorfilm-Frage

Ein Londoner Gründer hat Teams gefragt, ob sie Horrorfilme mögen, und versucht, daraus vorherzusagen, wer miteinander kann. Sein Fragestil steckt in diesem Werkzeug: zwölf schräge Fragen, aus denen ein Gespräch über die Situationen entsteht, in denen ihr Unterschiedliches voneinander erwartet.

  • 1Jede Person füllt allein aus
  • 2Die Codes kommen anonym auf Zetteln zusammen
  • 3Ihr redet über Situationen in eurem Team

90 Minuten (60 mit Vorab-Ausfüllen)ab 6 PersonenHandy und Zettelbleibt auf euren Geräten

Bevor du anfängst

Alles hier ist freiwillig. Dein Name taucht nirgends auf. Die Moderation sieht später Verteilungen und keine Personen. Wenn du eine Frage nicht beantworten magst, tippe irgendeine Antwort an. Dein Code kommt auf einen Zettel ohne Namen.

01

Deine Betriebsanleitung

Fünf Fragen über dich, die deine Kolleg:innen sonst über Monate erraten. Acht Minuten allein, dann liest du in einer Dreiergruppe vor, was du vorlesen magst. Ein Satz reicht, und Passe ist eine vollständige Antwort. Was du hier schreibst, bleibt auf deinem Gerät und wird nirgends eingesammelt.

02

Zwölf schräge Fragen

Alistair Shepherd ging davon aus, dass Menschen ihre Werte selten ausdrücklich kennen, und fragte deshalb indirekt. Hier bekommst du zwölf Fragen, die absurd wirken. Antworte zügig, das erste Gefühl reicht.

Jede Frage hat drei Teile. Erstens deine eigene Antwort. Zweitens die Antwort, die du dir von Menschen wünschst, mit denen du eng zusammenarbeitest. Drittens, wie wichtig dir das ist, von Kaum bis Zwingend. Zwingend heißt: Wenn jemand anders antwortet, fällt mir die Zusammenarbeit schwer. Vergib Zwingend höchstens zweimal, sonst verliert es seine Bedeutung.

0 von 12 fertig

03

Deinen Code abgeben

Dein Code besteht aus zehn Zeichen und enthält deine 36 Antworten, keinen Namen. Schreib ihn auf deinen Zettel, falte den Zettel und leg ihn in die Schale. Zur Moderation kommt der Code nur über diesen Zettel.

Dein Code

· · ·

Der Code entsteht, sobald alle zwölf Fragen vollständig beantwortet sind. Wenn du nicht mitmachen magst, legst du einen leeren Zettel in die Schale, dann sieht niemand, wer fehlt. Meine Antworten löschen entfernt deine Antworten und deine Notizen zur Betriebsanleitung von diesem Gerät.

Kleingedrucktes

Die fünf Fragen der Betriebsanleitung und die fünf Spielregel-Fragen sind angelehnt an Liz Fosslien und Mollie West Duffy, No Hard Feelings: The Secret Power of Embracing Emotions at Work, Portfolio, New York 2019. Ob der Wortlaut dort steht, ist nicht geprüft.

Die Zitate und Angaben zu Saberr stammen aus dem Interview Shared values predict startup success? bei 80,000 Hours vom Mai 2014, aus einem Porträt von Red Branch Media von 2018 und aus archivierten Bildern der Saberr-Umfrage von 2016. Der Rechenweg folgt der Beschreibung des OkCupid-Abgleichs von Malysz (2016). Die Zuordnung der Fragen zu Werteachsen lehnt sich an Shalom H. Schwartz an (Theory of Basic Human Values) und ist meine eigene, ungeprüfte Einschätzung.

Deine Antworten und die Notizen zur Betriebsanleitung bleiben im Browser deines Geräts (localStorage), bis du Meine Antworten löschen drückst oder die Website-Daten dieser Seite löschst. Dort merkt sich die Seite auch die gewählte Sprache. Die Seite sendet diese Eingaben an keine Stelle ab. Der Code enthält ausschließlich die 36 Antworten aus Abschnitt 02, keinen Namen und keinen Freitext. Er ist keine Verschlüsselung: Wer ihn sieht, kann die Antworten auslesen, deshalb gehört er ohne Namen auf einen Zettel. Die eingetippten Codes bleiben auf dem Gerät der Moderation, bis Liste leeren sie löscht. Frage 4 ist freiwillig, erscheint in keiner Verteilung und wird nur exportiert, wenn die Moderation es anschaltet.

Zusammengestellt von Michael Tomoff. Wer das Werkzeug in einem eigenen Workshop einsetzen will, nimmt es gern mit.