Michael Tomoff - Was Wäre Wenn

Selbstexperiment: die Kunst, eine gute Gewohnheit aufzubauen (The Habit Course)

Heute ist ein großer Tag. Denn er ist der Start zu einem Selbsttest. Und zwar zum Thema „Gewohnheiten“.

Es ist leicht, über das Starten neuer und guter Gewohnheiten zu schreiben, Tipps darüber zu verbreiten und Menschen in Coachings dazu zu motivieren, anzutreiben und fit zu machen für eine veränderte Lebensweise – wie so oft ist es wesentlich schwieriger, an sich selbst zu arbeiten, mit sich zu beginnen.

Und wie könnte ein Blogpost besser untermauert werden als mit einem dokumentierten Experiment in der Wildnis?! Darum werde ich an dieser Stelle regelmäßig (mindestens einmal die Woche für die nächsten vier Wochen) über den Stand der Dinge dieses Selbstversuches berichten.

Das Dickicht der Möglichkeiten

Es gibt viele Programme, die sich mit der Weiterentwicklung des Menschen beschäftigen. Alle diese Seminare, Kurse und Workshops haben eine Zielgruppe, die per sé interessiert daran ist, sich in neue Gebiete des Lebens zu werfen und zu lernen. Das macht diese Zielgruppe zu „leichter Beute“.

Gut für die Programmbetreiber ist zusätzlich, dass ein Scheitern der Teilnehmer auch einhergeht mit persönlichem Scheitern: „Das Programm war nicht schuld. Du hast nicht intensiv genug an dir gearbeitet!“

Jeder von uns hat voraussichtlich den einen oder anderen Ratgeber im Regal stehen. Doch darüber zu lesen, wie etwas besser gemacht werden kann, wie erfolgreich dieser oder jener mit seiner Angewohnheit und Routine war – das alles kommt vielfach zu einem jähen Ende, wenn es in die Praxis umgesetzt werden soll.

Ich kann für mich behaupten, dass mir viele dieser Programme zu aufwändig sind, zu schwierig in den Alltag zu integrieren, zu harte Einschnitte bedeuten. Natürlich: Das Ändern der Person durch das Ändern von Gewohnheiten ist kein Zuckerschlecken. Aber meiner Meinung nach sollte es so simpel und praktikabel wie möglich gehalten werden. Letztendlich ist eine neue Gewohnheit nur eine Gewohnheit, wenn das neue Verhalten bleibt. Und zwar ohne große Aufmerksamkeit.

Leo Babauta, Barrie Davenport und Katie Tallo – drei Spezialisten auf ihrem Gebiet der Selbst-Entwicklung – haben über fünf Jahre hinweg ein weiteres Programm entwickelt, das sich über einen Monat erstreckt und auf Einfachheit pocht. Kleine Schritte, kleine Veränderungen und am Ende nicht nur eine neue Gewohnheit, sondern ferner das Wissen um die Möglichkeiten, welche Gewohnheiten wie eingeführt werden können und zu einer eigenen Weiterentwicklung führen.

Neben Leo, dem Autor von einem der einflussreichsten Selbst-Entwicklungsblogs der Welt (Zen Habits), stehen ihm Katie Tallo als preisgekrönte Regisseurin, Autorin und Produzentin (ihr Motivations-Blog heißt Momentum Gathering) sowie Barrie Davenport, einem Karriere-Coach, langjährigem Profi in der Öffentlichkeitsarbeit und Autorin des Blogs Live Bold and Bloom zur Seite.

Weiterhin werden als Gastdozenten und Beitragenden eine Reihe von hochkarätigen Experten zum Thema angekündigt:

Und hier ist der Plan

aufzubauende Gewohnheit: 5min Visualisierung zukünftiger Erfolge und erfolgreicher Gewohnheiten (weil es eine großartige Methode ist, die im Sport bereits seit Jahrzehnten funktioniert)
Auslöser/Trigger: das Aufwachen
Dauer der Gewöhnung: 4 Wochen (Start: 23.05.2011)

Hört sich leicht an? Das wird sich zeigen…

Alle weiteren Wochen sind hier zusammengefasst.

Foto: ilovebutter

Zusammenfassung
Selbstexperiment: die Kunst, eine gute Gewohnheit aufzubauen (The Habit Course)
Artikelname
Selbstexperiment: die Kunst, eine gute Gewohnheit aufzubauen (The Habit Course)
Beschreibung
Es ist leicht, über das Starten neuer und guter Gewohnheiten zu schreiben. Es ist viel schwieriger, mit sich selbst zu beginnen. Dieser Post ist ein Selbstexperiment. Mit allen Folgen.
Autor/in
Herausgeber
Was Wäre Wenn - Positive Psychologie und Coaching Bonn
Herausgeber Logo

4 thoughts on “Selbstexperiment: die Kunst, eine gute Gewohnheit aufzubauen (The Habit Course)

  1. Montag geht’s los? Stehen die Ziele schon und sind die 5 Minuten dazu gedacht, sich die Ziele vor Augen zu führen und den Tag danach auszurichten oder sind die 5 Minuten dazu da, die Ziele zu finden? Was ist das Ziel der 5 Minuten?

    1. Ich glaube, „Ziele visualisieren“ war die falsche Beschreibung, insofern danke für die Nachfrage! Jetzt heißt die tägliche Übung „Erfolge visualisieren“ und ist damit wesentlich konkreter! Die Ziele sind größere und stehen schon. Sie sind im Zielzustand schon bekannt, brauchen aber noch Power. Ergo die bildliche Vorstellung dieser Zielzustände (also der Erfolge) in den ersten fünf Minuten nach dem Aufwachen zum Energetisieren und Konkretisieren.
      Der Tag wird durch kleine Zwischenziele geregelt und eingeteilt, die alle dazu dienen, die großen „Endziele“ zu erreichen.

      Und da unser Gehirn ja ohnehin nicht unterscheiden kann, ob etwas wirklich passiert oder nur in unserer Vorstellung geschehen ist, wird das jedes Mal ein guter Start in den Tag! ;)

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.