
Wie Sie Ihre Aufgaben und nicht sich selbst erledigen
Ein Problem meiner todo-Liste ist, dass sie voller schöner, erstrebenswerter Ziele ist, die ich erledigen möchte. Ziele, die gut klingen, allumfassend sind und mich stark voran brächten in meiner persönlichen Entwicklung. Das sieht gut aus in meiner Liste und macht sie unheimlich schlank. Aber – Sie werden es sich längst gedacht haben: das hilft natürlich wenig dabei, diese Ziele anzupacken.
In jedem Rat gebenden Artikel in Zeitmanagementbüchern oder Blogartikeln fehlt dieser Punkt nie: „Brechen Sie Ihre Ziele in kleinere Einheiten herunter.“
Aber was genau sind kleinere Einheiten? Es ist schwierig, das in Worte oder in konkrete Taten zu übersetzen. Und „kleinere“ ist vielleicht noch nicht klein genug. Und woher soll man wissen, wie klein eine Aufgabe für sich sein muss, wenn man es nicht studiert oder jahrelang ausprobiert hat?
Sicher, es gibt eine Vielzahl von cleveren Büchern, die Theorien darüber anbieten. Die Länge der Zeit, die Intensität der Aufgabe, der Sinn dahinter. Es gibt viele motivierende und unterstützende Dinge, die einen Effekt auf eine Aufgabe haben können. Aber deshalb fängt man noch nicht an damit. Vielleicht fängt man ja an, nachdem man eines der motivierenden Bücher gelesen hat, aufgepumpt ist und voller Tatendrang.
Aber wie lange hält so etwas? Einen Tag? Vielleicht eine Woche? Wenn die ersten Dämpfer eingetreten sind und die Aufgabe nicht voran geht, wird das Anfangen des nächsten Schrittes wieder schwerer.
Es ist alleine mental viel schwieriger, alles auf einmal und dazu auch noch perfekt zu machen. Deshalb beginnt man oft gar nicht. Zu müde, zu wenig Zeit, Angst vor dem Versagen, gerade etwas Wichtigeres zu tun, Kopfschmerzen, zu kalt, zu warm. Morgen halt. Sie wissen, was ich meine…
Sie könnten das Aufpump-Buch erneut lesen, um sich in die richtige Stimmung zu bringen…
Unwahrscheinlich, oder?
Wie fängt man eine schwierige Aufgabe also an?