Michael Tomoff - Was Wäre Wenn Positive Psychologie und Coaching - radical honesty

Radical Honesty und Positive Psychologie

Was ist Radical Honesty?

Bevor ich von einem Wochenende voller Erfahrungen berichte, möchte ich zuerst eine kurze Definition anbieten:

Radikale Ehrlichkeit ist ein Weg, um Verbundenheit herzustellen und präsent zu bleiben – bei unseren Erfahrungen und Körperempfindungen. Und somit ist sie eng verbunden mit vielen Prinzipien und Themen der Positiven Psychologie. Die hat sich nämlich in den letzten zwei Jahrzehnten forschend über Achtsamkeit, Verbindungen untereinander und auch den Mut zur Verletzlichkeit gebeugt hat.

Radikale Ehrlichkeit ist eine sehr direkte Kommunikationsweise, die durch eben diese Direktheit auch schnell zu großer Intimität führt. Das durfte ich im November dieses Jahres am und im eigenen Körper spüren, denn aus Neugier an der Praxis hinter der mir schon seit längerem bekannten Theorie der radikalen Ehrlichkeit nahm ich an einem Wochenendseminar in Köln teil.

15 Teilnehmer und Teilnehmerinnen aus Deutschland, Finnland, Spanien, Holland und den USA fanden sich zusammen, um zu sich und mit anderen ehrlicher zu sein und zu schauen, was das wohl bringen könnte.

Manchmal tue ich so, als ob…

Radical Honesty - manchmal tue ich so als obAuthentizität ist in aller Munde. Und was ehemals ein Kunst-Begriff war (ein authentisches Gemälde war eben echt, also das Original), ist jetzt ein allgegenwärtiges Ziel vieler: authentisch zu sein.

Dennoch sind wir in so vielen Situationen eben nicht authentisch und auch nicht ehrlich.

  • Wir nicken lächelnd dem Gegenüber zu und denken gleichzeitig an die Einkaufsliste, die wir gleich noch abarbeiten wollen, sollen, müssen (manchmal tue ich so, als wäre ich interessiert).
  • Wir reagieren wertschätzend auf die uns dargebotene Kritik an uns, obwohl wir unserem Gegenüber gerne eins auf die Zwölf geben würden (manchmal tue ich so, als wäre ich souverän).
  • Wir sagen der Bekannten zu, obwohl wir eigentlich viel lieber nein sagen wollten (manchmal tue ich so, als hätte ich Zeit und Lust).
  • Wir tun überrascht und freudig, wenn wir den Bekannten auf der Straße treffen, den wir schon längst gesehene und gehofft haben, dass der Kelch an einem vorüber geht (manchmal tue ich so, als fänd‘ ich jemanden sympathisch).

Haben Sie sich schon einmal Ihrem Partner oder Ihrer Partnerin gegenüber gesetzt und den Satz „Manchmal tue ich so, als ob…“ begonnen und zwei Minuten lang mit Beispielen wie denen da oben vervollständigt? Nicht? Na dann mal los! Sie werden sich wundern, bei wie vielen Dingen sie eben nicht ehrlich sind – und wahrscheinlich dafür gute Gründe vorweisen können…

Ehrlichkeit schickt Adrenalin in den Körper

Radikale Ehrlichkeit und das „Normal“ der Gesellschaft ist ähnlich dem Unterschied zwischen einer anstrengenden Darbietung und dem herzhaften, lauthalsen Lachen und Spielen mit Freunden. Ehrlichkeit ist eine Art beängstigender Spaß, der sehr häufig besser ausgeht, als man gedacht hatte.

Denn häufig genug sagt uns unsere innere Stimme (aka der Innere Kritiker): „Lass es sein, das bringt doch nichts! Zerstör‘ hier nicht die Harmonie, die du so gerne um dich hast!“) und will uns damit nur von einer möglichen Verletzung schützen. Der Verletzung der Scham, des Ausgegrenztwerdens, des Alleinseins. Was früher im eigenen Stamm den sicheren Tod bedeutet hätte, ist heute immer noch eine reale Angst vieler Menschen (und auch Tiere): verstoßen zu werden.

Dabei ist lügen harte Arbeit und auf Dauer auch eine große Qual. Und jeder weiß, dass gerade das Lügen höllisch einsam macht. Und nicht nur, wenn man dabei erwischt wird…!

Jede Lüge nach außen ist auch eine Lüge gegenüber sich selbst. Mit jeder Lüge geben wir Verantwortung ab und verschließen die Augen vor dem, was vor uns oder in uns liegt. Wir verstoßen damit stillschweigend nicht nur gegen die Werte anderer, sondern oft genug auch gegen unsere eigenen Werte, die nicht selten Aufrichtigkeit, Loyalität, Freundschaft und Respekt beinhalten.

Aber was passiert, wenn man auf einmal ehrlich ist? Was passiert, wenn man nicht nur auf eine Frage ehrlich antwortet, sondern auch mal aufsteht, wenn man diesem ewig kritisierenden Typen aus der Ecke einfach mal an die Gurgel springen möchte und das verbal ausdrückt?

„Ich finde dich scheiße!“

Radical honesty katalysiert genau solche Situationen: Meine Nachbarin merkt, wie Ärger in ihr hochsteigt und anstatt ihn – wie üblich – runterzudrücken und als „unprofessionell“ abzutun, spricht sie ihn aus:
„Mir fällt das gerade schwer und ich traue mich kaum, es auszusprechen, aber ich bin sauwütend auf dich, weil du so viel Raum einnimmst und nicht mehr aufhörst, zu reden!“

Würde sie sich jetzt wegdrehen oder rausgehen, wäre die Lage verzweifelt, die Verbindung zwischen uns gekappt. Doch in diesem Moment bewegt sich ihr Fokus auf ihren Körper. Da geht nämlich so einiges ab: Sie spricht von Hitze in ihren Extremitäten (die werden schon für’s Weglaufen vorbereitet), schwitzigen Hände, einem trockenen Hals und einer plötzlich sehr engen Brust mit flachem Atem. Viele unangenehme Körperempfindungen, die sie durch den Fokus darauf in Sekunden weniger schlimm wahrnimmt als noch am Anfang. Sie probiert – unter Anleitung der Leitung – noch höhere wütende Lautstärke und ein, zwei andere Sätze. Dann ist ihr Ärger verraucht und ihr Atem wieder tief und ruhig.

Und ich?

Mir ist ebenfalls sehr warm – vor allem, weil ich mit einem alten Bekannten konfrontiert bin: meinem Bedürfnis nach Anerkennung und Aufmerksamkeit. Eine von mir oft unbewusste Strategie für Aufmerksamkeit und gegen Unsicherheit ist es, mich möglichst mit viel Mehrwert in Seminare einzubringen und mich oft und ausgiebig zu Wort zu melden. Normalerweise sind die meisten auch zu feige, das anzusprechen. Nicht so hier!

Ich schlucke und will abwehren, kontern, angreifen – doch Pete und Tuulia, die beiden, die uns durch die Tage leiten – lassen den Fokus bei meiner Nachbarin und ihren Empfindungen. Sie aber hat Ruhe mit sich. Dann möchte Pete, dass meine Nachbarin folgenden Satz an mich richtet: „Ich mache mich wütend, weil ich selbst mehr Raum einnehmen möchte, mich aber nicht traue.“ Meine Nachbarin nickt – der Satz erscheint ihr wahr und sie kann ihn gut annehmen.

Ich übrigens auch, denn mir fällt es wesentlich leichter, einen lauten Emotionsausbruch mit Selbsterkenntnis von der Seite auszuhalten, als für den Schmerz oder die Wut eines anderen Menschen verantwortlich gemacht zu werden. Ich bin also – wie so häufig – nur der Trigger und nicht der Grund für den Ärger.

Lügen als Stressfaktor Nummer Eins

Die Vertreter der radical honesty-Theorie behaupten, dass Lügen die Hauptursache für jeglichen menschlichen Stress ist. Lügen erschöpft uns und bringt uns schleichend um. Und ich kann zustimmen: wir vermeiden oder verhindern sogar häufig den Ausbruch von Frust, Wut, Neid, Eifersucht oder anderer vermeintlich negativer Emotionen. Innen bleibt aber alles erhalten, wächst, gedeiht, rottet sich zusammen und wird zu einem riesigen Wut-Klumpen, der dann irgendwann groß genug ist, dass er ausbricht.

Die dann folgende Eskalation ist vorprogrammiert und niemand hat es kommen sehen…! Ganz wie in Watzlawicks Geschichte mit dem Hammer.

Wenn wir Menschen uns aber ehrlich engagieren, steht plötzlich Energie für echte Kreativität beim gemeinsamen Spielen zur Verfügung, die vorher verschwendet wurde, um zu leisten und zu gefallen. Durch die Anerkennung unserer Vorwände (also den wahren Bedürfnissen hinter unserem Unterdrücken) bietet sich uns die Möglichkeit, unsere Beziehungen zu uns selbst und zu anderen zu verbessern und kraftvoll neue Formen des Zusammenlebens zu schaffen.

Das ist das nicht ganz geheime Geheimnis von Radical Honesty.

Was passiert in Radical Honesty Workshops?

Als ich nach zweieinhalb Tagen sonntags wieder nach Hause kam, war ich fix und alle. Nicht nur, weil es so ungewohnt war, meinem Ärger, meiner Wut, meiner Faszination aber auch meiner Anziehung gegenüber anderen Menschen das Wort zu geben. Ich war auch ausgelaugt, weil ich vielen mir angeeigneten Verhaltensweisen über das Wochenende den Kampf angesagt hatte. Und was ich damit meine, können Sie ja selbst einschätzen und schauen, welche der Vereinbarungen, auf die wir uns vor dem Start des Workshops geeinigt haben, bei Ihnen Magengrummeln verursachen:

Die Vereinbarungen vor dem Workshop

Ich stimme zu, …

  1. die Vertraulichkeit zu wahren.
  2. präsent und pünktlich zu sein.
  3. die Wahrheit zu sagen. (das hätte ich wissen sollen! ;-)
  4. andere dabei zu unterstützen, die Wahrheit zu sagen. (also jemanden zu challengen oder nachzufragen, wenn man etwas spürt oder nicht glaubt)
  5. nach dem zu fragen, was ich will. (und zwar gerade heraus und ohne Weichmacher wie „Hast du Lust, mir…?“, „Ich würde mich total freuen, wenn du…“ oder „Könntest du mir vielleicht…?“)
  6. mehr zu nehmen, als ich gebe.
  7. dass keine unkonventionelle körperliche Berührung stattfindet.
    • …ich keine körperliche Gewalt anwende (d.h. niemanden schlage).
    • …und ich niemanden tröste (klopfen, Händchenhalten, umarmen), es sei denn, es liegt eine vorherige Zustimmung vor.
  8. dass die Workshop-Leiter mich leiten dürfen.

Alleine Punkt 5 und 6 dürften viele harmoniebedürftige Menschen schon weit aus ihrer Komfortzone bringen…! Und meine einzige wirkungsvolle Ausrede für Punkt 6 war, dass ich mir durch meinen Hang zum Geben ja selbst auch etwas Gutes tue (also nehme! ;-).

Inhalte und Formate innerhalb eines Workshops

Üblicherweise werden in Radical Honesty Workshops folgende Dinge getan:

  • die Unterscheidung zwischen Denken und Erkennen zu üben, also den Unterschied zwischen der Interpretation von (m)einer Realität und der tatsächlichen Wahrnehmung durch direkte Erfahrungen und Sinneswahrnehmungen.

Natürlich können wir uns auch bei diesen täuschen, aber der Fokus lag wie gesagt auf dem, was als Fakt gilt. Es ist also schon ein Unterschied, ob ich sage „Ich nehme Julias lange Haare wahr“ oder „Ich sehe Julias Haare“, denn Haarlänge ist erstmal keine Wahrheit, sondern im Kontext erkennbar und relativ.

Das Ziel ist es, eine Basis für wahre Intimität zu schaffen und sich mit-zu-teilen, also zu lernen, das Sein und die anderen Wesen um sich herum zu lieben.

In Radical Honesty Workshops können Sie sich ausdrücken, indem Sie lächeln oder lachen, schreien, weinen oder zu teilen, indem du nach dem fragst, was du willst und bereit bist zu erhalten, ohne dass du zurückgeben musst (siehe Vereinbarungen oben).

Die Workshops und längeren Retreats umfassen lehrende Teile (über Hintergründe, Historie, etc.), gelenkte Gespräche, Paar-Übungen, Kleingruppenübungen, Arbeit mit dem „heißen Stuhl“, kurz eMeditationen und vieles mehr. Was ich sehr genoss, andere aber in den Wahnsinn getrieben hat: radikale Ehrlichkeit wurde immer und ständig ausgeübt, d.h. es wurde immer mit dem gearbeitet, was in den Teilnehmern lebendig war. Auch, wenn jemand nach einer Agenda oder Struktur gefragt hat, war das eine Möglichkeit, Wut, Ärger, Ungeduld oder enttäuschte Erwartungen auszudrücken.

Praktische Tipps, um Ehrlichkeit zu üben

Es klingt ein wenig albern, vom Üben der Ehrlichkeit zu sprechen. Und dennoch wage ich zu behaupten, dass wir alle gerne hätten, dass andere mit uns ehrlich umgehen und für uns selber aber selber entscheiden würden, wie ehrlich wir sind.

Um dem „mir ist Ehrlichkeit wichtig“ auch praktisch näher zu kommen, sind hier ein paar spannende Tipps und Übungen, die sie ausprobieren können. Meine Empfehlung ist es, diesen Übungen aber einen Workshop (siehe unten) vorangehen zu lassen. Sie bekommen ein besseres Gefühl für den Kontext, die Anwendung, die Fallstricke und die Möglichkeiten, wenn Sie radical honesty im geschützten Rahmen ausprobieren konnten.

Hier also die praktischen Tipps:

  • Manchmal tue ich so, als ob…
    Wie zuvor schon angesprochen, ist diese Übung eine kurze und intensive Intervention, um sich zu zeigen und darüber nachzudenken, welche Dinge Sie tun, um bestimmte Bedürfnisse zu befriedigen. Und darüber zu sinnieren, ob Sie diese Bedürfnisse nicht auch auf andere Art und Weise stillen können.
  • der „Ich-bitte-um-alles-was-ich-will“-Tag
    Verbringen Sie einen Tag damit, alles, was Sie wollen, bewusst zu formulieren. Seien Sie spezifisch in der Sprache und verwenden Sie Anweisungen und Bitten. Machen Sie zunächst eine Aussage: „Ich wünsche mir ___ / Ich möchte ___“, gefolgt von einer Anfrage: „Bist du bereit, das mit mir/für mich zu machen?“
    Eine Bitte zu äußern ist anders, als eine Forderung zu stellen. Wenn Sie eine Bitte stellen, steht es der anderen Person frei, mit „Ja“ oder „Nein“ zu antworten. Achten Sie auf die Empfindungen in Ihrem Körper, wenn Sie eine Bitte stellen und wenn Sie eine Antwort erhalten. Wenn Sie im Begriff sind, etwas zu erbitten und dabei merken, dass Sie unruhig, verängstigt, beschämt usw. sind, geben Sie das zuerst an.
  • Worin bist du gut?
    Erzählen Sie in den nächsten drei Wochen mindestens drei (oder sogar fünf) Menschen von den Dingen, in denen Sie gut sind (welche Stärken Sie haben). Wenn Sie sich dabei nervös/besorgt/beschämt/verlegen fühlen, sagen Sie das auch hier zu Beginn. Achten Sie auch hier wieder auf Ihre Körperempfindungen.
  • ein Groll- und Dankesfest veranstalten
    Sprechen Sie mit Ihrem Freund, Partner oder Familienmitglied. Verwenden Sie Sätze wie „Ich nehme es dir übel, dass du…“ und „Ich schätze dich für ___.“ [was hat die Person ausdrücklich gesagt oder getan?] Beginnen Sie mit der Angabe (und Klärung) des Grolls. Wechseln Sie sich ab, indem Sie einen Punkt nach dem anderen teilen, bis nichts mehr auftaucht. Nach den Ressentiments geht es weiter zu den Wertschätzungen.
  • Achten Sie darauf, was Sie sagen und was Sie zurückhalten.
    Achten Sie auf das, was Sie beim Umgang mit anderen ungesagt lassen, und achten Sie auf die Empfindungen in Ihrem Körper. Bemerken Sie ein Engegefühl in Bauch, Brust oder Schultern (was auf Wut hinweisen könnte)? Fühlen Sie Wärme oder ist Weite in Ihrer Brust oder Ihrem Bauch (was auf Wertschätzung, Erleichterung, Vergebung oder Entspannung hinweisen könnte)?
    Wenn Sie merken, dass Sie etwas Relevantes ungesagt gelassen haben, gehen Sie zurück und erzählen Sie es Ihrem Gegenüber. Ergänzen Sie, wenn Sie sich nervös / ängstlich / verlegen / aufgeregt etc. fühlen. Und immer wieder: Auf Ihre Körperempfindungen achten.
  • Erledigung unfertiger Angelegenheiten aus der Vergangenheit
    Erstellen Sie eine Liste von Menschen, mit denen Sie noch nicht abgeschlossene Angelegenheiten haben. Von Personen, auf die Sie wütend sind, vor denen Sie sich zurückgehalten haben. Von Leuten, bei denen Sie sich entschuldigen möchten.
    Planen Sie ein Gespräch mit jeder Person und sagen Sie ihr, womit sie Sie verärgert hat und wofür Sie sie schätzen.
  • Kein Muss: Nehmen Sie keinen dieser Vorschläge als etwas an, das Sie tun müssen. Nutzen Sie stattdessen die Gelegenheit, Ihr Innerstes laut auszusprechen, ein ehrlicheres Leben zu führen und vor allem sich selbst gegenüber ehrlich zu sein. Es wird Ihnen eine größere Verbundenheit zu sich selbst und anderen verschaffen.

Hintergrund von Radical Honesty

Radikale Ehrlichkeit ist ein körperbasierter Ansatz, der von Dr. Brad Blanton in den 90er Jahren entwickelt wurde.

radikal ehrlich - radical honesty - Brad Blanton - Michael Tomoff - Positive Psychologie und CoachingBrad Blanton ist Psychotherapeut, Autor, Workshop-Leiter, Referent und Gründer von Radical Honesty Enterprises. Er war etwa 30 Jahre lang klinischer Psychologe in Washington, D.C. Er lernte, dass die häufigste Ursache für menschlichen Stress, für die meisten psychischen und physischen Krankheiten, ja auch die Hauptursache für die größten Konflikte bei Paaren die ist, im eigenen Kopf gefangen zu sein und von der eigenen Erfahrung und Körperempfindung entfernt zu sein.

Blanton beschreibt in seinen radical honesty-Büchern, wie uns systematisch beigebracht wird, zu lügen und die Täuschung aufrechtzuerhalten, dass das, wer wir sind, unsere eigene Leistung ist.

„Unsere Schulen lehren uns zu lügen, unsere Eltern lehren uns zu lügen. Wir alle leiden unter einer falsch verstandenen Identität. Wir denken, dass wir unser Ruf sind. Das, was der Lehrer von uns denkt, welche Art von Noten wir haben, welche Art von Job wir unser Eigen nennen. Wir wirbeln ständig unsere Selbstpräsentation herum – ein ständiger Prozess des Lügens und der Gefangenschaft in der Erwartung, sich zu überlegen, was andere Leute denken könnten.“

Bei radikaler Ehrlichkeit geht es also letztlich darum, sich von dieser besorgniserregenden Angst zu befreien und wieder zu sich zurück zu finden: Achtsamkeit, was im eigenen Körper und in der Welt um uns herum vonstatten geht und dann später sogar mit Abstand darauf zu schauen, was im eigenen Kopf vor sich geht.

Workshop- und Trainer-Empfehlung:

 

Zusammenfassung
Radical Honesty und Positive Psychologie
Artikelname
Radical Honesty und Positive Psychologie
Beschreibung
Was ist Radical Honesty? Und wie sieht sie in der Praxis aus? Ein Erfahrungsbericht der intensiveren Art über Erlebnisse, Übungen und Vereinbarungen.
Autor/in
Herausgeber
Was Wäre Wenn - Positive Psychologie und Coaching
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One thought on “Radical Honesty und Positive Psychologie

  1. Radical Honesty. Ein wirklich starker Ansatz, der sich wohl wunderbar in die PP mit einfügt. Allerdings bedürfe dies dann doch sehr reifer Persönlickeiten, da nicht allzu untergriffig zu werden, wenn etwas nicht passt.
    Daher würde ich in jedem Fall empfehlen, dies mal bei SICH SELBST anzuwenden.

    Radikal ehrlich zu sich selbst zu sein, könnte schon eine der größten Herausforderungen sein, denen wir gegenüber stehen. Wie oft reden wir uns etwas „schön“ oder besser als wir es „eigentlich“ wahrnehmen würden, wenn wir uns trauen täten?

    Just a thought :)

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