Charakter zeigen im Alltag: Ein Gast schaut im Café aufs Handy, die Kellnerin wartet mit dem Block in der Hand neben dem Tisch

10 Dinge, die deinen Charakter zeigen, auch ungewollt

Kurz gesagt: Charakter zeigt sich als Muster über viele Situationen, am deutlichsten dort, wo jemand gerade mit etwas anderem beschäftigt ist: beim Umgang mit der Bedienung, mit Kritik, mit einem Nein, mit Zeit und Geld. Gut belegt ist der Blick auf wiederholtes Verhalten und auf den Umgang mit Macht (Fleeson, 2001; Keltner et al., 2003). Mikroexpressionen und das Zählen von „ich“ taugen kaum (Porter & ten Brinke, 2008; Tackman et al., 2019).

Stell dir jemanden vor, der beim ersten Treffen dir gegenübersitzt und ausschließlich Gutes über sich erzählt, während er sein Wasser in kleinen, höflichen Schlucken trinkt, als müsste er es sich einteilen. Gelogen hat er nicht. Er hat ausgewählt.

Den Rest erfährst du später, beim Bezahlen oder an dem Abend, an dem etwas schiefgeht und keiner mehr die Zeit hat, sich zu verstellen. Dann muss er Charakter zeigen, ob er will oder nicht. Du auch.

Charakter ist die Summe der Eigenschaften, die einen Menschen über viele Situationen hinweg ähnlich handeln lassen. Peterson und Seligman (2004) haben daraus eine Landkarte gebaut, 24 Stärken von Ehrlichkeit bis Dankbarkeit. Auf dieser Karte findest du die Stellen, an denen ein Mensch Charakter zeigen muss, ohne es zu wollen, bei anderen und bei dir selbst.

Zehn dieser Stellen stehen hier, dazu ein Bonus. Bei jeder steht, was die Forschung trägt. Bei manchem Tipp, der im Netz die Runde macht, ist das erstaunlich wenig.

Was ist Charakter, und woran zeigt er sich?

Charakter ist ein Muster, das sich erst über viele Situationen hinweg zeigt; ein einzelner Moment beweist wenig. Wer heute Morgen im Bus unfreundlich war, hatte vielleicht drei Stunden geschlafen, eine Mahnung im Briefkasten oder beides. Wer morgen wieder so auftritt, erzählt schon etwas anderes.

Menschen handeln in verschiedenen Situationen verschieden und in ähnlichen Situationen erstaunlich gleich (Mischel & Shoda, 1995). Jeder von uns schwankt außerdem von Augenblick zu Augenblick weit hin und her, und der Charakter sitzt in der Verteilung über viele Augenblicke (Fleeson, 2001).

Du liest also ein Muster. Charakter zeigen heißt, sich wiederholt ähnlich zu verhalten, auch dann, wenn es unbequem wird. Ein Muster braucht Zeit. Deshalb lohnt der Blick auf die Stellen, an denen Menschen Charakter zeigen, bevor sie es merken.

Die Studien zu Charakter und Situation im Einzelnen
  • Peterson & Seligman (2004): ein Handbuch, das Charakter in 24 Stärken einteilt.
  • Mischel & Shoda (1995): Theorie, nach der Verhalten von der Situation abhängt und über ähnliche Situationen hinweg stabile Muster zeigt.
  • Fleeson (2001): Eigenschaften lassen sich als Verteilungen über viele Zustände beschreiben. Einzelne Momente schwanken stark, erst die Verteilung ist stabil.
Charakter zeigen als Muster: Punkte für das Verhalten einer Person in sechs Situationen, mit Streuung und Häufung in der Mitte, nach Fleeson
Charakter als Muster über viele Augenblicke. Zum Vergrößern antippen.

1. Charakter zeigen in Taten und Worten: Was zählt mehr?

Taten zählen mehr als Worte. Wer sich vorstellt, erzählt die Fassung von sich, die er gern wäre, manchmal sogar die, die er noch nicht lebt. Du machst es genauso. Beim ersten Treffen steht kaum jemand mit seinen Macken an der Tür.

Worte kosten nichts, Taten kosten Zeit. Eine Zusage, die niemand kontrolliert, verrät deshalb mehr als jeder Lebenslauf. Schau, was nach dem Satz „Ich melde mich“ passiert.

Eine einzelne Tat reicht nicht. Sie ist das Ende einer Kette aus Überlegungen und Gewohnheiten, und ohne die Kette liest du sie falsch. Charakter zeigen lässt sich mit Worten behaupten und erst mit Taten belegen.

2. Charakter zeigen im Gesicht: Was verraten Mimik und Gestik?

Weniger, als Fernsehserien versprechen. Die Serie „Lie to Me“ hat uns beigebracht, dass ein Gesicht für den Bruchteil einer Sekunde die Wahrheit zeigt und ein geschulter Blick sie einfängt. Eine schöne Vorstellung. Sie hält der Forschung nicht stand.

Derselbe Ausdruck kann je nach Person, Kultur und Lage Verschiedenes bedeuten (Barrett et al., 2019). Ein Stirnrunzeln ist manchmal Ärger und manchmal Konzentration. Echte Mikroexpressionen zeigen nur wenige Menschen, und Untrainierte erkennen sie kaum besser als der Zufall (Porter & ten Brinke, 2008).

Als Beweis für Charakter taugt die Mikroexpression damit wenig. Geblieben ist etwas Gröberes: wie jemand neben dir sitzt, wenn er sich unbeobachtet glaubt, und ob sein Körper zu dem passt, was sein Mund sagt.

Stell dir vor, jemand sagt „Kein Problem“ und hält dabei den Kugelschreiber so fest, dass die Fingerknöchel hell werden. Du weißt nicht, was das heißt. Es ist ein Anlass zum Nachfragen.

Die Studien zu Gesichtsausdrücken im Einzelnen
  • Barrett et al. (2019): Überblicksarbeit zu Gesichtsausdrücken. Derselbe Ausdruck steht in verschiedenen Lagen für Verschiedenes, sichere Schlüsse auf das innere Erleben sind nicht gedeckt.
  • Porter & ten Brinke (2008): Echte Mikroexpressionen traten nur bei einem Bruchteil der Personen auf, Untrainierte lagen bei echten und falschen Gefühlen knapp über dem Zufall.

3. Sprache: Was erzählen deine Worte über dich?

Vor allem, woher du kommst und was du gewohnt bist. Du wohnst seit Jahren weit weg von dort, wo du aufgewachsen bist, und deine Schulfreunde legen den Kopf schief und belächeln deinen Akzent. Kaum bist du ein Wochenende zu Hause, sprichst du wieder so wie mit sechzehn, bis in die Tonlage. Niemand hat dich darum gebeten.

Worte kommen aus Umgebung und Gewohnheit und bleiben oft unbewusst. Wir benutzen sie auch als Werkzeug, um andere zu lenken: einfache Wörter am Fließband, große Wörter vor dem Vorstand.

Der Sozialpsychologe James Pennebaker (2011) lenkt den Blick auf Pronomen, die wir kaum beachten. Wer oft „wir“ sagt, ist nach seiner Lesart sozial eingebunden. Wer oft „ich“ sagt, kreist um sich oder spricht ehrlicher von sich.

Die Befunde dazu sind dünn. Den Ich-Gebrauch brachten Kacewicz et al. (2014) mit dem Status in einer Gruppe in Verbindung, größere Auswertungen fanden nur schwache Zusammenhänge (Tackman et al., 2019; Edwards & Holtzman, 2017). Nimm es als schwachen Hinweis, wenn jemand Charakter zeigen soll und dabei „ich“ sagt. Er erzählt vielleicht einfach von sich.

Die Zahlen zu Pronomen im Einzelnen
  • Kacewicz et al. (2014): Der Ich-Gebrauch hängt mit dem Status in Gruppen zusammen. Die Stichproben sind klein.
  • Tackman et al. (2019) und Edwards & Holtzman (2017): Zusammenhänge zwischen Ich-Wörtern und Merkmalen der Person von etwa r = 0,10 bis 0,13. Das ist schwach, als Einzelindiz für den Charakter eines Menschen taugt es kaum.

4. Charakter zeigen unter Macht: Wie benutzt jemand sie?

Macht nimmt Hemmungen weg, deshalb siehst du an ihr, wie jemand handelt, wenn ihn niemand bremst. In Seminarräumen habe ich oft gesehen, dass sich der Charakter eines Menschen in den Pausen früher zeigt als in den Übungen. Die Übung hat einen Rahmen, die Pause hat Kaffee.

Wer viel Macht hat, handelt freier und achtet weniger auf die Reaktionen der anderen (Keltner et al., 2003).

Im Restaurant siehst du, ob jemand der Bedienung in die Augen schaut und lächelt oder im Befehlston bestellt, ohne aufzublicken, schließlich wird hier bedient. Dazu gehört, wie er mit Kindern spricht, mit dem Hund und mit dem Menschen an der Ecke, der nichts für ihn tun kann.

Das Verhalten gegenüber jemandem, den du nicht beeindrucken musst, erzählt, was jemand von diesem Menschen hält. Du kannst dasselbe an dir ablesen, sobald dir auffällt, wie wenige Menschen in deiner Nähe sind, die du nicht beeindrucken möchtest.

Die Theorie zu Macht im Einzelnen
  • Keltner et al. (2003): Theorie, nach der Macht Annäherung fördert und Hemmung senkt. Das ist eine Deutung, ein Beweis für den wahren Charakter eines Menschen steht nicht dahinter.

5. Das soziale Umfeld: Mit wem verbringst du deine Zeit?

Dein Umfeld zeigt, wessen Art zu sprechen und zu urteilen du jeden Tag mitbekommst. Dem Motivationstrainer Jim Rohn wird der Satz zugeschrieben, du seist der Durchschnitt der fünf Menschen, mit denen du die meiste Zeit verbringst. Eine belegte Quelle gibt es dafür keine, und als Formel ist der Satz zu glatt.

Als Frage taugt er. Wer Zeit mit jemandem verbringt, bekommt mit, wie dieser Mensch spricht, urteilt und mit Fehlern umgeht.

Schau auf deinen inneren Kreis. Dieselben Freunde seit Jahrzehnten oder die meisten neu? In der Runde das Zentrum oder der stille Beobachter? Alte Freunde anders behandelt als neue? Und die Menschen, die du meidest: Was haben sie womöglich gemeinsam?

Bis hierher gilt: Charakter zeigen Menschen am ehesten dort, wo sie gerade mit etwas anderem beschäftigt sind.

6. Charakter zeigen bei Kritik: Wie reagierst du, wenn dir jemand etwas sagt?

Ob du zuhörst oder dich rechtfertigst, zeigt, wie sicher du dir bist. Früher habe ich mich gerechtfertigt, wenn Kollegen oder Freunde mich kritisierten. Ich suchte Ausreden, deutete auf ungerechte Maßstäbe und fand den Kritiker eine Weile blöd, bis mir dämmerte, dass er mutig gewesen war. An Kreativität hat es mir bei den Ausreden nie gefehlt.

Was das über mich erzählte: Unsicherheit und ein großes Ego. Dahinter sitzt oft die Angst, nicht gut genug zu sein.

Heute nehme ich ein Blatt, senke den Kopf und schreibe mit. Die wertvolle Kritik schreibe ich auf, bei der unpassenden tue ich nur so. Beides schiebt die Rechtfertigungsschleife nach hinten.

Das Blatt schafft etwas von der psychologischen Distanz, die es braucht, um einen Satz erst zu hören und dann zu bewerten.

Nach einem Online-Workshop über zwei Tage sagten neun Teilnehmende, es sei einer der besten gewesen, die sie besucht hatten. Eine Person sagte, sie habe das Wochenende genossen, aber nicht viel mitgenommen. Ich rief die zehnte an.

Sie hatte vieles als hochwertig erlebt, kannte manches schon und hatte am Montag darauf einen wichtigen Sales Pitch, für den sie nebenbei Daten zog und Analysen fuhr. Wir konnten beide leicht sagen, dass es nicht an mir lag.

7. Unrecht: Wie erzählt jemand von früher?

Ob jemand Verantwortung übernimmt oder die Schuld verteilt, hörst du, wenn er von altem Unrecht erzählt. Du kannst einen Menschen fragen, wie er sich verhalten hat, als ihm Unrecht getan wurde. Dann hörst du Ausreden und eine Schuld, die woanders landet („das war seine Blödheit“), oder Sätze wie „Ich wusste es damals einfach nicht besser“ und die Übernahme von Verantwortung.

Manche Menschen konnten vergeben. Andere werden noch nach Jahren säuerlich, sobald die Rede auf damals kommt. Und falls es Handgreiflichkeiten gab, erzählt auch das etwas. Hier muss jemand Charakter zeigen, der es gar nicht vorhatte.

Du kannst auch selbst einem Menschen Unrecht tun, etwa indem du an der falschen Stelle Nein sagst. Wie du dann mit dem Fehler umgehst, steht im Artikel 5 Schritte, aus Fehlern zu lernen, und wie Vergebung gelingt, im Artikel über radikale Vergebung.

8. Ein klares Nein: Wie nimmt jemand es auf?

Wer ein Nein stehen lässt, respektiert die Grenze des anderen. Ein Nein auszusprechen fällt vielen schwerer, als ein fremdes Nein hinzunehmen, und das verdient einen zweiten Gedanken.

Wer überredet, zeigt vielleicht Argumentationskunst. Vielleicht zeigt er auch, dass ihn die Entscheidung seines Gegenübers nicht interessiert. Das kann später teuer werden.

Beim Nein muss jeder Charakter zeigen, der es sagt und der es hört.

9. Zeit und Geld: Wofür gibt jemand beides aus?

Wie ein Mensch Zeit und Geld verteilt, verwendet oder verschenkt, erzählt viel über ihn. Das Geld geht an Dinge oder an Erlebnisse, an ihn selbst oder an andere, in die Zukunft oder ins Jetzt.

Die Zeit geht an die Lieblingsserie oder den Online-Kurs, allein oder mit der Clique, ein bisschen jeden Tag oder exzessiv, bis nichts mehr geht. Hobbys und Geldgewohnheiten sind so verschieden wie die Charaktere dahinter, und beides gibt Hinweise auf Werte.

Ein anderer Umgang mit Zeit und Geld sagt noch nichts über Sympathie, Vertrauen oder die Lust, in jemanden zu investieren. Manchmal trifft das Gegenteil zu. Manche Entscheidungen lassen sich nicht ausrechnen. Wer Zeit und Geld verteilt, muss Charakter zeigen, ohne ein Wort zu sagen.

10. Das Bauchgefühl: Was sagt es dir?

Es liefert eine Vermutung, die du an mehreren Situationen prüfen kannst. Bei manchen Menschen meldet sich etwas in der Magengegend, noch bevor du einen Grund nennen könntest. Unsere Emotionen entstehen im Zusammenspiel vieler Hirnanteile, auch unbewusster wie dem limbischen System, und das Gefühl kann auf Reize reagieren, die du noch nicht benennen kannst. Ob es richtig liegt, hängt von den Umständen ab.

Funder (2012) beschreibt, wann Urteile über die Persönlichkeit anderer stimmen: wenn die Eigenschaft gut sichtbar ist, wenn du genug passendes Verhalten gesehen hast und wenn du genau hinschaust.

Das mulmige Gefühl zu Beginn einer Bekanntschaft ist damit eine Vermutung, die du prüfen darfst. Nimm dir ein, zwei der Situationen oben und beobachte, wie der andere dort Charakter zeigen muss.

Die Studie zur Urteilsgüte im Einzelnen
  • Funder (2012): Urteile über andere stimmen eher, wenn Eigenschaft, Informationslage und Urteilende günstig zusammentreffen.
Charakter zeigen nach Beleglage: gut belegt Taten, Macht und geprüftes Bauchgefühl, schwach belegt Pronomen, Erfahrung bei Kritik, Unrecht, Nein, Zeit und Geld, nicht belegt Mikroexpressionen und Rohns Fünf-Menschen-Satz
Zehn Stellen, an denen Menschen Charakter zeigen, nach Beleglage. Zum Vergrößern antippen.

11. Bonus: Wem gehst du aus dem Weg?

Wem du ausweichst, zeigt dir, welche Beziehung du gerade nicht pflegen willst. Ich sehe jemanden zufällig im Gewühl der Innenstadt, bevor er mich sieht. Ich spreche ihn nicht an, ich grüße nicht, ich gehe womöglich sogar einen Bogen und tue überrascht, wenn er mich doch erkennt und grüßt.

Für mich ist das ein Signal: Den Kontakt runterfahren oder ganz einstellen. Damit sage ich zu einer Beziehung, die mir gerade nicht wertvoll erscheint, Nein und schaffe wichtigeren mehr Raum.

Ich trage das nicht vor mir her. Es sagt mir etwas über meinen Charakter, der noch nicht ausgereift ist, und über meine Beziehungen. Auch ich muss hier Charakter zeigen, und die Straßenseite kennt ihn schon.

Bei wem würdest du in der Fußgängerzone die Straßenseite wechseln?

Wo zeigst du selbst Charakter?

Du hast beim Lesen an einer Stelle kurz den Blick gehoben. Dort kannst du Charakter zeigen, ohne es zu wollen. Der Rest ist Beobachtung.

Häufige Fragen zum Charakter zeigen

Was heißt Charakter zeigen?

Charakter zeigen heißt, sich über viele Situationen hinweg ähnlich zu verhalten. Peterson und Seligman (2004) ordnen dieses Muster in 24 Stärken, darunter Ehrlichkeit und Fairness.

Woran erkenne ich, wie jemand Charakter zeigt?

Am Muster über mehrere Situationen, nicht am Einzelmoment. Fleeson (2001) zeigte, dass jeder Mensch von Augenblick zu Augenblick stark schwankt und der Charakter erst in der Verteilung über viele Augenblicke sichtbar wird.

Kann ich Charakter an Mikroexpressionen erkennen?

Dafür gibt es keine Deckung. Porter und ten Brinke (2008) fanden echte Mikroexpressionen nur bei einem Bruchteil der Personen, Untrainierte lagen knapp über dem Zufall, und Barrett et al. (2019) halten Gesichtsausdrücke für zu variabel für sichere Schlüsse.

Sagt das Wort „ich“ etwas darüber, wie jemand Charakter zeigt?

Nur wenig. Tackman et al. (2019) und Edwards und Holtzman (2017) fanden Zusammenhänge von etwa r = 0,10 bis 0,13, und der Status-Befund von Kacewicz et al. (2014) stammt aus kleinen Stichproben.

Zeigt sich der wahre Charakter eines Menschen unter Macht?

Zum Teil. Keltner et al. (2003) beschreiben, dass Macht Hemmungen senkt, sodass Verhalten ungefilterter sichtbar wird. Das ist eine Deutung, ein Beweis für den wahren Charakter eines Menschen steht nicht dahinter.

Literatur

Barrett, L. F., Adolphs, R., Marsella, S., Martinez, A. M., & Pollak, S. D. (2019). Emotional expressions reconsidered: Challenges to inferring emotion from human facial movements. Psychological Science in the Public Interest, 20(1), 1-68.

Edwards, T., & Holtzman, N. S. (2017). A meta-analysis of correlations between depression and first person singular pronoun use. Journal of Research in Personality, 68, 63-68.

Fleeson, W. (2001). Toward a structure- and process-integrated view of personality: Traits as density distributions of states. Journal of Personality and Social Psychology, 80(6), 1011-1027.

Funder, D. C. (2012). Accurate personality judgment. Current Directions in Psychological Science, 21(3), 177-182.

Kacewicz, E., Pennebaker, J. W., Davis, M., Jeon, M., & Graesser, A. C. (2014). Pronoun use reflects standings in social hierarchies. Journal of Language and Social Psychology, 33(2), 125-143.

Keltner, D., Gruenfeld, D. H., & Anderson, C. (2003). Power, approach, and inhibition. Psychological Review, 110(2), 265-284.

Mischel, W., & Shoda, Y. (1995). A cognitive-affective system theory of personality: Reconceptualizing situations, dispositions, dynamics, and invariance in personality structure. Psychological Review, 102(2), 246-268.

Pennebaker, J. W. (2011). The secret life of pronouns: What our words say about us. Bloomsbury Press.

Peterson, C., & Seligman, M. E. P. (2004). Character strengths and virtues: A handbook and classification. Oxford University Press.

Porter, S., & ten Brinke, L. (2008). Reading between the lies: Identifying concealed and falsified emotions in universal facial expressions. Psychological Science, 19(5), 508-514.

Tackman, A. M., Sbarra, D. A., Carey, A. L., Donnellan, M. B., Horn, A. B., Holtzman, N. S., Edwards, T. S., Pennebaker, J. W., & Mehl, M. R. (2019). Depression, negative emotionality, and self-referential language: A multi-lab, multi-measure, and multi-language-task research synthesis. Journal of Personality and Social Psychology, 116(5), 817-834.

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