Stärkenkartenset: Ideen und Anregungen für den Gebrauch

Variante 1- Stärken in verschiedenen Lebensbereichen

Entscheiden Sie bitte, für welchen Lebensbereich Sie mit den Stärkenkarten arbeiten möchten. Es können große Bereiche sein (mein Beruf/Verein/Hobby und ich usw.), aber auch kleine Bereiche funktionieren gut (meine Beziehung; mein Team und ich; meine Familie und ich).

Markieren Sie nun alle Stärken, von denen Sie meinen, dass Sie sie derzeit in diesem Umfeld leben.

Wichtig: Suchen Sie nun im Stärkenkartenset diese Stärken heraus und prüfen Sie, ob die Texte zu den Stärken mit Ihrer Interpretation passen. Wenn nicht, dann finden Sie auf den Karten jeweils oben links einen Index (siehe Abbildung oben rechts), der auf Karten hinweist, die mit Ihrer Stärke inhaltliche Ähnlichkeiten aufweisen. Sie könnten eventuell sogar noch besser passen. Möglicherweise finden Sie eine Stärke, die das, was Sie zum Ausdruck bringen möchten, noch besser beschreibt.

 Optional: Sie können die Karten auch nach verschiedenen Kriterien auswählen

  • Stärken aus Gruppe 1 kann ich in diesem Lebensbereich verwirklichen. Ich fühle mich wohl dabei und tanke sogar Energie auf.
  • Stärken aus Gruppe 2 kann ich in diesem Lebensbereich nur unzureichend verwirklichen. Ich verliere dadurch Energie.

Stärken zeigen sich durch wahrnehmbare Verhaltensweisen und Handlungen. Hier einige Fragen, die Sie zum Nachforschen inspirieren könnten:

  • Wie verhalten Sie sich, wenn Sie die Stärken aus Gruppe 1 leben? Bitte notieren Sie sich zu jedem Stärke einige Beispiele.
  • Wer oder was trägt dazu bei, dass Sie diese Stärken verwirklichen können.
  • Wie würden Sie sich verhalten oder handeln, wenn Sie die Stärken in Gruppe 2 vollends verwirklichen und auf die Straße bringen würden? Bitte notieren Sie auch hier einige konkrete Beispiele.
  • Wer oder was hindert Sie bisher daran, diese Stärken zu leben?

Variante 2 – Stärkenkarten als Gesellschaftsspiel

Die Stärkenkarten lassen sich auch als vergnügliches Stärkenspiel in der Familie oder mit Freunden nutzen. Mischen Sie dazu die Karten durch und lassen Sie reihum eine Karte vom Stapel ziehen.

Jeder Mitspieler beschreibt nun, wie er sich wohl verhalten würde, hätte er die beschriebenen Stärke in seiner Persönlichkeit verankert. Dabei kann es natürlich auch geschehen, dass ein Stärke wirklich dem Stärkenkanon der betreffenden Person entspricht.

Mit einem solchen Gespräch über Stärken können Sie auf spielerische Weise Ihre persönlichen Vorstellungen über einzelne Stärken austauschen, die Einstellungen anderer Menschen kennenlernen und über diesen Weg Gemeinsamkeiten und Unterschiede erleben.

Variante 3 – Gleich und gleich gesellt sich gern

Nutzen Sie hierzu wieder die „Stärkenübersicht„. Wählen Sie in Gedanken eine Person aus Ihrem beruflichen oder privaten Umfeld und kreuzen Sie die Stärken an, die Sie im Verhalten dieser Person häufig sehen. Vergleichen Sie nun diese markierten Stärken mit Ihrem eigenen Stärkenset.

Wenn zwei Menschen auf viele gemeinsame Stärken blicken können, dann entstehen zwischen diesen beiden meist eine Sinnhaftigkeit und ein hohes Maß gegenseitigen Verständnisses. Der Volksmund sagt dazu „Gleich und gleich gesellt sich gern.“

Aber auch „Unterschiede können sich anziehen“. Nämlich dann, wenn sich in gegenseitigem Respekt zwei Menschen in ihren Stärken gut ergänzen können. Dann bekommt der kreative Chaot von der planend Strukturierten Schützenhilfe, so dass ein besseres Ergebnis entsteht.
 
Erweitern Sie diese Variante um alle Ihnen wichtigen Menschen und lassen Sie sich davon überraschen, welche Menschen mit Ihnen eine ähnliche Stärkengemeinschaft bilden und welche Menschen über ein hinreichend unterschiedliches Stärkensystem — und damit verbunden auch über unterschiedliche Verhaltensweisen — verfügen.
 
Notieren Sie sich, wie Sie über die Menschen mit ähnlichen und unterschiedlichen Stärken denken.
Was empfinden Sie dabei?

Variante 4 – Entwicklungszeiträume Ihrer Stärken?

Wählen Sie wieder wie in Variante 1 Ihre derzeitigen Stärken aus. Sortieren Sie nun die entsprechenden Karten in einer zeitlichen Abfolge.

Wann haben Sie die einzelnen Stärken entwickelt?

Sicher werden Sie einige schon sehr lange in Ihrem Stärkenrucksack haben. Andere sind vielleicht erst nach größeren Veränderungen, neuen Beziehungen, Enttäuschungen oder Krisen entwickelt oder verstärkt. Versuchen Sie einmal so gut es Ihnen möglich ist, die Stärkenentwicklung mit einer konkreten Situation.

Meist stellen Menschen bei dieser Übung fest, dass sie sowohl bewusst als auch unbewusst in ihrem Leben bereits häufiger eine Stärkenentwicklung vollzogen haben. Diese Erkenntnis ermutigt für weitere Entwicklungsschritte, denn was einst gelang, kann auch künftig mit anderen Stärken gelingen.

Sie nennen das Stärkenset noch nicht Ihr Eigen? Das sollten Sie ändern! Noch gibt es die 100 Stärkenkarten zum Vorteilspreis. Ab dem 25.12.2019 wird es jedoch teurer werden, da die Nachfrage sehr groß ist.

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Variante 5 – Stärkung der wohltuenden Stärken anderer

Wählen Sie einen Lebensbereich (Beruf, Familie, Freunde…) aus und notieren Sie die Stärken, die Sie in diesem Lebensbereich regelmäßig erleben. Prüfen sie nun, ob Sie Stärken notiert haben, die sich gegenseitig verstärken oder schwächen.

Mit welchen Stärken fühlen Sie sich besonders wohl, mit welchen haben Sie Schwierigkeiten? Was können Sie selbst dazu beitragen, dass die Stärken, die Ihnen gut tun, von diesen Menschen in diesem Lebensbereich weiterhin genutzt werden?

Was können Sie selbst tun, um die Stärken, die Sie für sich als eher schwierig wahrnehmen, besser bei anderen annehmen zu können?

Variante 6 – Passende Stärken im Beruf

Wählen Sie wieder wie in Variante 1 Ihre derzeitigen Stärken aus. Nun suchen Sie zusätzlich die Karten heraus, die die Stärken des Unternehmens oder Ihrer Selbständigkeit beschreiben, in dem/der Sie derzeit arbeiten.

Gibt es Übereinstimmungen oder Ähnlichkeiten zwischen Ihren eigenen Stärken und denen des Unternehmens bzw. der Leistungen, die Sie anbieten?

Meist werden die Unternehmensstärken in Form eines „Ideals“ gelebt (z.B. Hilfsbereitschaft) und dann in den jeweiligen Bereichen und Abteilungen angewandt. Je stimmiger diese unmittelbar und konkret erlebten Stärken mit denen des Gesamtunternehmens sind, um so eher sprechen wir von einer Stärkengemeinschaft.

Fühlt man sich in einer solchen Stärkengemeinschaft mit der eigenen Individualität gut aufgehoben, dann ist dies meist mit höherer Leistungsbereitschaft und Arbeitsfreude verbunden.

Variante 7 – Welche Stärken anderer drücken Ihre Knöpfe?

Nutzen Sie wieder das Übersichtsblatt und markieren dort all die Stärken, die Sie weniger schätzen und im Zusammenleben mit anderen Menschen kritisch „abschwächen“ würden.

Woher kommt Ihre Abneigung, welche schlechten Erfahrungen in Ihrem Leben verbinden Sie mit diesen Stärken?

Häufig ist es nicht die Stärke an sich, die abgelehnt oder kritisiert wird, sondern meist ihre übertriebene oder überdehnte Ausprägung. So kann zum Beispiel die Stärke „Geduld“ in der Außenwahrnehmung als „Unentschlossenheit“ interpretiert werden. Insbesondere dann, wenn sich die Geduld in Lebenslagen zeigt, in denen sie gegebenenfalls kontraproduktiv ist.

Schauen Sie sich doch einmal Ihre Stärken an und fragen sich selbstkritisch, welche davon Sie möglicherweise auch zuweilen noch unclever einsetzen. Wie kann das auf andere Menschen wirken?

Variante 8 – Einstellung neuer Mitarbeiter*innen

Oft werden neue Mitarbeiter*innen aufgrund Ihrer Werte, Kenntnisse oder Erfahrungen eingestellt und auf eine Stelle gesetzt. Was dabei häufig übersehen wird, sind die Stärken, die jene Personen mit in ein Team bringen.

Lassen Sie Ihre Bewerber*in durch das Stärkenkartenset schauen und 5 Stärken auswählen, die sie ihr Eigen nennt. Geben Sie der Bewerber*in nur einen begrenzten Zeitraum, um zu verhindern, dass ein Denken à la „Was sucht das der Personaler/das Team/das Unternehmen für Stärken, die ich jetzt aussuchen muss?“ zu minimieren.

Im nächsten Schritt erfragen Sie Beispiele zu den Stärken oder lassen die Person überlegen, wie Sie ihre Stärken gerne im Unternehmenskontext einsetzen würde oder das z.B. bei ihrem alten Arbeitgeber getan hat.

Sind die ausgesuchten Stärken nachvollziehbar erklärt?

Sind sie vielleicht schon zur Genüge vorhanden und bräuchte es anstelle dessen ergänzende Stärken, die das Team noch nicht hat?

Anschließend oder ergänzend bieten sich Fragen für ein stärkenfokussiertes Interview an, die Ihnen einen guten Eindruck über Ihr Gegenüber und den Person-Organisation-Fit verschaffen werden.

Anders als bei Werten ist es durchaus sinnvoll, sich bei Stärken breit aufzustellen. Zu den Arbeitsaufgaben passende Stärken können den jeweiligen Mitarbeitenden Energie verschaffen, was nicht nur die Lust an der Arbeit, sondern auch deren Ergebnisse und Qualität verbessern wird.

Variante 9 – stärkenorientierte Mitarbeitergespräche führen

Nutzen Sie immer noch die Sandwich-Methode, um Ihren Mitarbeiter*innen im jährlichen Mitarbeitergespräch Feedback zu geben?

„Sie machen das super, Herr Maier! Nur im Vertrieb müssen Sie noch einen Zahn zulegen, sonst wird das dieses Quartal nichts mit unseren Zahlen. Aber insgesamt bin ich sehr zufrieden mit Ihrer Arbeit. Weitermachen, Herr Maier.“

Nicht nur ist alles vor dem Aber oft Gelaber und für Ihr Gegenüber unglaubwürdig, Sie verschenken auch wertvolles Potential in diesen so wichtigen Gesprächen.

Vorbereitung:

1. Wählen Sie 5 Stärken aus dem Stärkenkartenset aus, die Sie bei Ihrem Gegenüber im Laufe der letzten Monate wahrgenommen haben. Gibt es Stärken, die nur kurz aufblitzten und von denen Sie gerne mehr sehen würden? Gibt es Stärken, die Sie noch anders eingesetzt sehen möchten? Können Sie Beispiele für Stärken oder Situationen nennen?

Sehen Sie Ihr Gegenüber nicht so häufig in Aktion, fragen Sie gerne Kolleg*innen nach den Stärken Ihrer Interviewpartner*in, dann bekommt das Thema Stärken noch einmal eine ganz andere Dynamik.

2. Lassen Sie Ihr Gegenüber vor dem Gespräch das Gleiche tun und für sich und Sie Stärken auswählen (Sie wollen doch bestimmt auch mal ein stärkenorientiertes Feedback bekommen, oder?).

Durchführung:

Tauschen Sie sich über ihre Stärken aus. Loben Sie die Stärken, die Sie realisiert sehen und geben Sie konstruktive Kritik zu den Stärken, deren Nutzung noch nicht das volle Potential erreicht hat („Ich habe gesehen, wie Sie letzten Dienstag am Telefon sehr wohl Ihren Standpunkt vertreten konnten. Was hält Sie davon ab, das auch im Teammeeting häufiger zu tun?“).

Vergessen Sie nicht, auch nach Ihren Stärken zu fragen und eine Einschätzung Ihres Gegenübers abzuholen, wie Sie Ihre Stärken besser nutzen könnten – zum Wohle der Mitarbeiter*innen und des Unternehmens.

Variante 10 – Stärkenfokus im Coaching

Egal, ob es um den vermehrten Stärkeneinsatz bei der Arbeit, um Stressreduktion oder ein generell gesünderes Leben handelt – die Kenntnis der eigenen Stärken ist Gold wert.

Ich nutze das Stärkenkartenset häufig in der ersten oder zweiten Coaching-Sitzung mit meinen Klienten, um mir und meinem Gegenüber eine Übersicht über dessen Stärken zu verschaffen.

Dabei gibt es zwei häufig auftretende Szenarien:

  1. der allgemeine Überblick ist eine Sammlung der Stärken der Klientin (ähnlich wie Variante 1, nur ohne speziellen Lebensbereich)
  2. der detaillierte Blick auf bestimmte (z.B. auch kritische) Situationen, die mit dem Einsatz von Stärken optimistischer, flexibler und auch energievoller angepackt werden können
 

Sie nennen das Stärkenset noch nicht Ihr Eigen? Das sollten Sie ändern! Noch gibt es die 100 Stärkenkarten zum Vorteilspreis. Ab dem 25.12.2019 wird es jedoch teurer werden, da die Nachfrage sehr groß ist.

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Zusammenfassung
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Markenname
Was Wäre Wenn - Positive Psychologie und Coaching
Produktname
Stärkenkartenset
Preis
49
Produktverfügbarkeit
Pre-Order Only

das Stärkenkartenset – 100 Stärkenkarten für den täglichen Gebrauch

von Michael Tomoff Lesezeit: 8 min
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