Michael Tomoff - Was Wäre Wenn - Positive Psychologie und Coaching - Gewohnheit

5 Tipps für den Umgang mit Störungen beim Aufbau von Gewohnheiten

Wenn Sie sich etwas angewöhnen wollen, werden Ihnen immer Dinge in die Quere kommen, die es Ihnen schwer machen werden, Gewohnheiten aufzubauen.

Es gibt mindestens 9 häufige Gründe, warum viele Menschen beim Aufbau einer Gewohnheit scheitern. Hier sind ein paar Ideen, wie Sie mit Störungen umgehen können und Schwierigkeiten umschiffen, die Ihnen den Aufbau guter Gewohnheiten madig machen könnten.

Heute ist der erste Tag vom Rest deines Lebens.
–Graffito

Wir alle haben unsere Routinen und Gewohnheiten. Die meisten von uns liegen immer an der gleichen Stelle im Bett, gehen nach dem Aufstehen auf die Toilette gehen, putzen mit der starken Hand die Zähne. Wir fahren mit den gleichen Zügen oder Autos, meist zur selben Zeit und die selben Strecken, sitzen auf den gleichen Plätzen und gehen dann abends, nach all dem Geschafften, auch ungefähr zu den selben Zeiten ins Bett.

Routinen sind über Jahre hinweg aufgebaut worden und sitzen tiefer, als uns das oft bewusst ist.

Wenn Sie auf der anderen Seite überlegen, wie oft Sie sich eine neue Gewohnheit vornehmen und sie dann nicht durchziehen können, passiert das wahrscheinlich ebenso oft.

Routineunterbrechungen gehören genauso zur Routine. So flattert Ihnen bei der Arbeit ein Projekt auf den Tisch, das natürlich dringend und wichtig ist, nachdem Sie sich gerade für heute vorgenommen haben, strikt die 3 wichtigsten Dinge zuerst abzuarbeiten und nichts dazwischen kommen zu lassen.

Oder es kommt die „kurze Frage“ des Kollegen, die für ihn kurz gefragt, aber für Sie die nächste Aufgabe bedeutet, weil Sie noch nicht so gut nein sagen können.

Es gibt familiäre Notfälle, Spontanbesuche von Freunden, die Kleinen werden krank oder verletzen sich.

Die Liste kann lang werden und eigentlich ist es ja auch gut, sich Abwechslung zu verschaffen. Wenn sie nicht immer so ungeplant wäre…

Wie kann man dem Alltag trotzen?

Wollen Sie sich eine gute Gewohnheit aufbauen, die zu einer guten Eigenschaft führt, zu produktiverem oder ausgeglichenerem Leben, dann wollen Sie diese Unterbrechungen vermeiden.

Wie können Sie jedoch mit Unterbrechungen umgehen und bei Ihrer (neuen) Gewohnheit bleiben?

Einige Strategien, die Ihnen helfen werden, sind diese:

1. Machen Sie keine Katastrophe daraus, dass Ihnen etwas in die Quere gekommen ist und beschweren Sie sich nicht darüber. Letztlich kommen Veränderungen und Zwischenfälle immer wieder vor und machen unser Leben damit unberechenbar.

Ärger über sich selbst (oder das Nicht-Erreichen Ihrer Ansprüche) macht Sie nicht produktiver, sondern raubt Ihnen Kraft für kreative Alternativen und mindert die Lust, weiterzumachen.

Nutzen Sie den Zwischenfall als Lerneffekt. Passen Sie Ihren Plan an. Auch Ihren Plan B.

2. Antizipieren Sie Unterbrechungen. Haben Sie auch immer ein Buch dabei, wenn Sie auf Ihren Zug warten, ins Wartezimmer Ihres Arztes gehen? Oder nutzen Sie Ihr iPhone oder Ihren Blackberry, um sich kurze Wartezeiten mit dem Lesen der neusten News zu verkürzen?

So, wie Sie diese Unterbrechungen vorausschauen können, können Sie das auch beim Aufbau einer Gewohnheit. Ein großes Arbeitsprojekt? Ein Urlaubstrip in ein anderes Land? Sie können davon ausgehen, dass Sie nicht die gleichen Bedingungen finden werden wie zu Hause.

Manchmal heißt das, dass Sie nicht die gleichen Auslöser vorfinden werden, die Sie sich für Ihre Gewohnheit ausgesucht haben. Finden Sie temporär einen anderen. Aber machen Sie sich vorher bewusst, welcher das sein könnte und suchen Sie danach. Sonst wird er Ihnen entwischen.

3. Machen Sie die Gewohnheit teilweise, wenn Sie können. Sollte Sie eine Unterbrechung davon abhalten, die gesamte Tätigkeit durchzuführen, machen Sie zumindest einen kleinen Teil davon. Das wird Ihnen das Gefühl geben, regelmäßig an der Aufgabe gearbeitet zu haben. Versuchen Sie z.B. jeden Tag 15 Minuten zu meditieren und schaffen es an einem Tag nicht, meditieren Sie 2 Minuten oder entspannen sich auf der Zugfahrt „meditationsähnlich“.

4. Nehmen Sie die Gewohnheit wieder auf, sobald Sie können. Mal auszusetzen, ist kein Beinbruch. Je länger Sie jedoch die Unterbrechung werden lassen, desto schwerer wird der Wiedereinstieg. Es ist keine große Sache, Unterbrechungen zu haben (wie gesagt, es passiert andauernd, dass uns Dinge dazwischen kommen). Versuchen Sie aber auf lange Sicht, dran zu bleiben.

5. Anpassen, justieren, lernen, verbessern. Wie überall im Leben können Sie auch bei Ihrer Gewohnheit viel lernen und adjustieren. Warum ist eine Unterbrechung aufgetreten? Können Sie sie das nächste Mal verhindern? Was können Sie dafür tun?

Selbst, wenn Sie die Gewohnheit abbrechen, ist das kein Weltuntergang. Fragen Sie sich, worin der Abbruch begründet lag und verbessern Sie den nächsten Versuch zur Gewohnheitsbildung oder -änderung.

Foto: sxc

Zusammenfassung
5 Tipps für den Umgang mit Störungen beim Aufbau von Gewohnheiten
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5 Tipps für den Umgang mit Störungen beim Aufbau von Gewohnheiten
Beschreibung
Wie können Sie verhindern, dass Sie beim Aufbau einer Gewohnheit scheitern? Wie machen Sie es sich einfacher, Gewohnheiten zu erlernen?
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Was Wäre Wenn - Positive Psychologie und Coaching Bonn
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